Die Destille Bruichladdich wurde 1881 im gleichnamigen Dorf von den Brüdern John, Robert und William Harvey gegründet. Sie liegt am Nordufer des Loch Indaal auf der beliebten schottischen Whisky-Insel Islay. Die Brennerei war bis zu ihrer ersten Stilllegung im Jahre 1929 im Familienbesitz. 1936 wurde sie wieder eröffnet, hierauf folgten mehrere Besitzerwechsel, bevor die Destille 1993 vom unabhängigen Abfüllers Whyte & Mackay überging. 1995 wurde sie erneut stillgelegt.
Im Jahre 2000 eröffnete die Brennerei ihre Tore erneut, nach der Übernahme durch Jim McEwan, ehemaliger Master Distiller bei Bowmore, und Mark Reynier und eine unabhängige Organisation. Der Kaufpreis der Destille, sowie deren Lagerbestände lag bei ca. 6,5 Millionen britischen Pfund. Dank des pfleglichen Umgangs und der regelmäßigen Wartung kann noch heute Großteils mit der ursprünglichen Ausstattung der Bruichladdich Destille gearbeitet werden. 2003 folgte eine Investition in Form einer eigenen Abfüllanlage direkt an der Brennerei.
Vor seinem Ruhestand im Jahre 2015 sorgte Master Distiller Jim McEwan dafür, dass Bruichladdich zu den bekanntesten und beliebtesten Whiskys weltweit zählte. Er selbst bezeichnete seine Kreationen als „Designer-Whiskys". Die Nachfolge McEwans übernahm der neue Head Distiller Adam Hannett, welcher nach dem Vorbild McEwans arbeitet. Bekannt wurde die Brennerei mit ihrem dezent getorften Bruichladdich Whisky. Da dieser sich großer Beliebtheit erfreute wurde die Produktpalette 2006 um Port Charlotte Whisky ergänzt, welcher schwere Torfnoten mit sich bringt. 2008 folgte dann die Erweiterung um Octomore Whisky, welcher „super heavily peated" ist.
Der Port Charlotte 2011 Vintage gilt aus stark rauchiger Whisky. Die für die Herstellung verwendete Gerste wurde im Jahre 2010 geerntet und entstammt von drei verschiedenen Landwirten. Somit erhält der Single Malt Whisky sein vielfältiges Finish, welches allerdings nicht eindimensional erscheint. Zu den Gerstennoten gesellen sich Nuancen von süßem Pfirsich, Vanille und auch Kokosaromen. Der erdige Torfrauch kommt ebenfalls sehr präsent zum Vorschein. Im Geschmack spiegeln sich somit maritime Salznoten sowie ein trockener Lagerfeuerrausch wieder. Die Süße – ähnlich den typischen Nimm2 Bonbons sowie ein leichter Blumenduft geben auch einen lieblichen Touch hinzu. Der Nachklang erinnert an salzige Meeresluft, sowie bestimmte Tabaknoten welche im mittellangen Abgang durch eine feine Kokosnussnote abgemildert werden.








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